Warum der Transport auf die Kanaren anders ist
Aus Europa gibt es keine reine Straßenroute. Lkw, Anhänger oder Auto fahren nach Huelva oder Cádiz und gehen auf eine Ro-Ro-Fähre; Container kommen per Schiff aus den großen Nordseehäfen (Hamburg, Rotterdam, Antwerpen) oder aus Asien und Amerika; Eiliges fliegt. Auf Teneriffa kommt Seefracht über die Häfen Santa Cruz de Tenerife und Granadilla an.
Wie auch immer die Ware ankommt: Sie wird auf den Kanaren verzollt. Die Inseln gehören zur EU-Zollunion, aber nicht zum EU-Mehrwertsteuergebiet – Zollanmeldung und IGIC sind auch bei Ware vom spanischen Festland nötig. Und die Fracht zählt mit: Die IGIC-Bemessungsgrundlage ist der Zollwert zuzüglich der Transportkosten bis zum ersten Bestimmungsort auf den Kanaren.
Die Optionen im Einzelnen
- Ro-Ro-Fähre (Straße + Schiff): Lkw, Anhänger oder Fahrzeug werden in Huelva oder Cádiz verladen. Ab Huelva gibt es Linienverbindungen nach Teneriffa; die Überfahrt nach Santa Cruz dauert je nach Reederei und Zwischenhäfen etwa 32–38 Stunden. Passend für Fahrzeuge, Umzüge und Komplettladungen aus Europa.
- Komplettcontainer: ein Container nur für Ihre Ladung – sinnvoll bei genug Volumen, Ware aus Asien oder Amerika und großen Umzügen.
- Sammelgut: Sie teilen Container oder Lkw mit anderen Sendungen und zahlen Ihren Platz, dafür wird öfter umgeschlagen.
- Luftfracht: am schnellsten und meist am teuersten pro Kilo. Für eilige Flugzeug- oder Bootsersatzteile, Muster oder hochwertige Ware.
So entscheiden Sie: Kosten, Laufzeit, Ware
- Volumen und Gewicht: Je größer die Sendung, desto eher lohnt der Seeweg.
- Dringlichkeit: Ein Ersatzteil für eine stehende Maschine rechtfertigt Luftfracht, ein geplanter Lagerbestand nicht.
- Art der Ware: Gefahrgut, Kühlware und Übermaße haben je Verkehrsträger eigene Regeln.
- Herkunft: vom Festland oder aus Europa Fähre oder Sammelgut, aus Asien oder Amerika Container oder Luftfracht.
- Gesamtkosten: Neben der Fracht zählen Hafen- oder Flughafengebühren, Verzollung, IGIC und Zustellung.
Pauschale Preise und Laufzeiten veröffentlichen wir nicht – sie hängen von Route, Saison und Ladung ab. Mit Ihren Daten schlagen wir die effizienteste Lösung vor.
So organisieren wir es
- Anfrage online: per WhatsApp oder Telefon mit Herkunft, Ziel, Ware, Gewicht, Maßen und Termin.
- Unterlagen: Wir prüfen Rechnung und Packliste für den Zoll.
- Wahl des Transports: Wir vergleichen Fähre, Container, Sammelgut und Luftfracht und koordinieren den gewählten Weg mit unseren Partnern.
- Zollanmeldung und Steuern: Wir reichen die Anmeldung ein und wickeln IGIC, AIEM und Zölle ab.
- Zustellung: Wir koordinieren die Lieferung auf Teneriffa oder, beim Export, im Zielland.
Was wir von Ihnen brauchen
- Genaue Abhol- und Lieferadresse.
- Warenbeschreibung, Gewicht, Maße und Anzahl der Packstücke.
- Ob es sich um Gefahrgut, Kühlware oder zerbrechliche Ware handelt.
- Gewünschter Liefertermin.
- Rechnung oder Proforma.
Fragen zum Transport
Was ist die günstigste Option?
Das hängt von Volumen, Herkunft und Dringlichkeit ab. Bei großen Mengen lohnt meist der Seeweg, bei kleinen, eiligen Teilen das Flugzeug. Wir vergleichen die Optionen mit Ihren Daten.
Wie lange dauert eine Sendung aus Deutschland?
Die 32–38 Stunden der Fähre sind nur die Überfahrt ab Huelva. Dazu kommen die Straßenstrecke, Hafenzeiten und die Verzollung. Eine realistische Laufzeit nennen wir Ihnen für Ihren konkreten Fall.
Gibt es Zoll, wenn ich per Luftfracht vom Festland schicke?
Ja. Der Verkehrsträger spielt keine Rolle: Was vom spanischen Festland auf die Kanaren kommt, braucht Zollanmeldung und IGIC.